Formen der Ausbildung

Hier zeigen wir dir, welche verschiedenen Formen der Ausbildung es gibt.

Bei der dualen Berufsausbildung lernst du an zwei verschiedenen Orten: im Betrieb und in der Berufsschule.

In der Regel bewirbst du dich für eine duale Ausbildung direkt bei einem Betrieb und schließt mit diesem einen Ausbildungsvertrag ab.

In der Berufsschule bekommst du alle wichtigen theoretischen Grundlagen vermittelt, die du dann praktisch in deinem Ausbildungsbetrieb anwenden kannst. Für deine Arbeit bekommst du natürlich auch dein erstes eigenes Geld.

Eine duale Ausbildung dauert zwischen zwei und dreieinhalb Jahre, kann aber auch in Teilzeit absolviert werden.

Als Voraussetzung zur Aufnahme einer dualen Ausbildung gilt die Erfüllung der allgemeinem Vollzeitschulpflicht.

Aufgepasst! Beginne zeitig mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz! Bei einigen Berufen läuft die Bewerbungsfrist schon 1 oder 1 1/2 Jahre vor Ausbildungsbeginn ab.

Bei der schulischen Ausbildung gehst du Vollzeit in eine Berufsfachschule. Zuästzlich findet ein Betriebspraktikum während der Ausbildung statt.

Die schulische Ausbildung dauert je nach Beruf zwischen 1 und 3,5 Jahre und startet häufig im August oder September.

Im Gegensatz zur betrieblichen Ausbildung erhältst du bei der schulischen Ausbildung kein Geld. Wenn du auf eine staatliche Berufsfachschule gehst, entstehen für dich im Allgemeinen keine Kosten. Bei privaten Berufsfachschulen musst du Schulgeld zahlen.

Es gibt mehrere Arten von Berufsfachschulen. Diese sind abhängig vom Beruf und einem erworbenen Abschluss. Informieren kannst du dich bei den Berufsbildenen Schulen am Standort in Köthen (Anhalt) oder in Bitterfeld-Wolfen.

Auch deinen Realschulabschluss oder deinen erweiterten Realschulabschluss kannst du neben dem Berufsabschluss erwerben.

Begleitend zu deiner Ausbildung kannst du eine Fachoberschule besuchen. Dadurch kannst du Fachhochschulreife oder in manchen Fällen das Abitur erwerben.

Aufgepasst! Die Bewerbungsfrist für schulische Ausbildungen an einer Berufsfachschule ist häufig schon ein Jahr zuvor. Informiere dich auch, ob für deine Ausbildung ein Praktikum verlangt wird und welchen Schulabschluss du für welchen Beruf brauchst.

Eine Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) kann für dich dann von Interesse sein, wenn du keinen Ausbildungsplatz findest oder du deine Ausbildung abgebrochen hast.

Die außerbetriebliche Ausbildung wird von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gefördert und richtet sich vorwiegend an förderbedürftige Jugendliche.

Formen der außerbetrieblichen Ausbildung:

  • kooperative Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE kooperativ)

Du vereinbarst mit einem Bildungsträger einen Ausbildungsvertrag und kannst deine Ausbildung in einem Kooperationsbetrieb machen. Durch den Bildungsträger erfolgt während deiner Ausbildungszeit eine individuelle Unterstützung.

  • integrative Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE integrativ)

Die Ausbildung erfolgt direkt beim Bildungsträger, durch den du auch sozialpädagogisch betreut wirst.

Aufgepasst! Es gibt die folgenden Voraussetzungen für eine außerbetriebliche Ausbildung:

  • 9 Jahre Schulzeit
  • Förderschulabschluss oder einen schlechten bzw. keinen Abschluss einer Hauptschule
  • noch keine berufliche Erstausbildung abgeschlossen
  • unabhängig vom Schulabschluss kommst du eventuell auch in Fällen von ADS, Legasthenie, psychischen und weiteren Problemen für eine außerbetriebliche Ausbildung in Frage

Genauere Informationen zur außerbetrieblichen Ausbildung erhältst du von deiner Beraterin oder deinem Berater in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter.

Die Reha-Ausbildung ist für Jugendliche mit Behinderung. Damit kann ein Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf erzielt werden.

Aufgepasst! Informiere dich bei deiner Beraterin oder deinem Berater in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter, ob du eine Reha-Ausbildung machen kannst.