Berufsvorbereitung

Du hast deinen Hauptschulabschluss nicht geschafft und findest jetzt keinen Ausbildungsplatz? ...oder du möchtest dich erst einmal auf einen Beruf vorbereiten? Dann schau mal hier:

Auch nach dem BVJ hast du keinen Schulabschluss oder Ausbildungsplatz?

Dann kommt für dich vielleicht eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) in Frage.

Hier kannst du deinen Hauptschulabschluss nachholen und dich auf eine Ausbildung vorbereiten. Du erhältst Schulunterricht und erste Einblicke in Betriebe. Außerdem wirst du bei Problemen unterstützt.

Zur finanziellen Unterstützung kannst du einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) stellen.

Achtung! Ob du an einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilnehmen kannst, erfährst du von deiner Beraterin oder deinem Berater in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter. Außerdem darfst du nicht älter als 25 Jahre sein.

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme beginnt im Herbst und dauert 10 bis 18 Monate.

Du kannst dich bei der Agentur für Arbeit über die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme informieren.

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kannst du auch online beantragen.

Im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) kannst du dich auf eine Ausbildung vorbereiten und deinen Schulabschluss nachholen.

Wenn du die Schule verlassen hast ...

... musst du ins Berufsvorbereitungsjahr, wenn:

  • du deine Schulpflicht noch nicht erfüllt hast

...kannst du ins Berufsvorbereitungsjahr, wenn:

  • du keinen Schulabschluss hast
  • du einen Förderschulabschluss hast
  • du keinen Ausbildungsplatz findest

Du erhältst Unterricht in allgemeinen Schulfächern wie Mathe und Deutsch und in einem von dir gewählten Berufsfeld. In Betriebspraktika sammelst du Arbeitserfahrung.

Wenn du noch keinen Schulabschluss besitzt, kannst du bei guten Leistungen an einem Kolloquium teilnehmen und deinen Hauptschulabschluss erwerben.

Die Anmeldung in einer Berufsschule musst du für das Berufsvorbereitungsjahr selbst vornehmen. Genauere Informationen und das Anmeldeformular findest du auf der Internetseite der Berufsbildenden Schulen Anhalt-Bitterfeld.

Du bekommst im Berufsvorbereitungsjahr kein Geld, kannst aber unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bei der Agentur für Arbeit beantragen.

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kannst du auch online beantragen.

Häufig hilft schon ein Praktikum, um durch praktische Erfahrungen einen Beruf zu finden, der dir liegt. Ein Praktikum kann auch nützlich sein, da du für manche Ausbildungen ein Praktikum zuvor nachweisen musst.

In der Regel wird ein Praktikum nicht bezahlt. Wenn du in einem Praktikum länger als 3 Monate arbeitest, dann steht dir der gesetzliche Mindestlohn zu.

Hier findest du Praktikumsstellen in deiner Umgebung. Oder du traust dich direkt das Unternehmen, das dich interessiert, zu kontaktieren.

Achte immer darauf, dass du während deines Praktikums über den Betrieb versichert bist!

Eine andere Form des Praktikums ist die Einstiegsqualifizierung. Du leistest ein Praktikum über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten. Wenn das Unternehmen von dir überzeugt ist und du möchtest, dann kannst du im Anschluss dort deine Ausbildung beginnen.

Für die Einstiegsqualifizierung wendest du dich an deine/n Berater/in der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Dabei ist wichtig, dass du mindestens 9 Jahre die Schule besucht hast und du noch keinen Ausbildungsabschluss hast.

Die Einstiegsqualifizierung plus plus (EQ++) gibt es für Zugewanderte, die dann zusätzlich Sprachunterricht haben und z.B. finanzielle Unterstützung erhalten können.

Du bekommst Arbeitslosengeld II (Hartz IV), schaffst auch nach mehreren Anläufen den Einstieg ins Berufsleben nicht, privat läuft es nicht oder du weißt irgendwie nicht weiter?

Dann kommt vielleicht die Maßnahme STABIL für dich in Frage.

STABIL steht für „Selbstfindung-Training-Anleitung-Betreuung-Initiative-Lernen“. Die Dauer des Programms beträgt 3-12 Monate.

Werkstattprojekte dienen dazu, dass du dich auf eine Ausbildung einen Berufseinsteig vorbereiten kannst. Du erfährst Unterstützung und lernst, deinen Alltag selbstständig zu meistern.

Deine Beraterin oder dein Berater im Jobcenter können dir sagen, ob du am Programm teilnehmen kannst. Voraussetzung ist zunächst, dass du nicht älter als 25 Jahre (in Ausnahmefällen 30 Jahre) bist und noch keine Ausbildung abgeschlossen hast.