Orientierung und praktische Erfahrungen

Du möchtest nicht direkt in einen Beruf starten, sondern erst einmal Praxiserfahrung sammeln? Diese Möglichkeiten hast du:

Es gibt nach der Schulzeit verschiedene Möglichkeiten, um im Ausland praktische Erfahrungen zu sammeln.

Au-pair

Beim Au-pair lebst du bei einer Familie im Ausland und betreust die Kinder der Familie oder hilfst bei leichten Aufgaben im Haushalt. Dies kannst du für eine Zeit von 6 bis 12 Monate (Ausnahmefall bis zu 24 Monate) machen. Für deine Arbeit bekommst du Essen, eine Unterkunft und ein Taschengeld.

Praktisch ist, wenn du bereits Erfahrung in der Betreuung von Kindern hast und die Landessprache kannst. In Sprachkursen vor Ort kannst du deine Sprachkenntnisse dann noch verbessern. Für ein Au-pair-Dienst musst du zwischen 18 und 30 Jahre alt sein und einen Schulabschluss haben. Häufig wird auch ein PKW-Führerschein vorausgesetzt.

Freiwilligendienst im Ausland

Freiwilligendienste kannst du auch im Ausland leisten. Dadurch lernst du ein anderes Land, dessen Kultur und Sprache näher kennen. Über verschiedene Organisationen kannst du für einen Zeitraum von einigen Wochen bis zu 12 Monaten deinen Freiwilligendienst im Ausland machen. Wichtig ist, dass du zwischen 18 und 26 Jahre alt bis, bei manchen Organisationen auch 30.

Praktikum im Ausland

Du kannst auch ein Praktikum im Ausland machen. Für diesen Fall informiere dich, da Altersbeschränkungen und Voraussetzungen variieren. Die Landessprache solltest du bereits sprechen können, um dich mit den Menschen vor Ort auszutauschen.

 

Informationen für deinen Auslandsaufenthalt erhältst du auf folgenden Internetseiten:

Freiwilligendienst im Ausland (Agentur für Arbeit)

Internationale Jugendgemeinschaftsdienste Bundesverein e.V.

Den Bundesfreiwilligendienst kannst du für eine Dauer von 6 bis 18 Monate leisten. Dabei gibt es keine Altershöchstgrenze, du musst jedoch mindestens 16 Jahre alt sein. Wichtig ist auch, dass du deine Schulpflicht bereits beendet hast.

Du kannst deinen Freiwilligendienst in den Bereichen Soziales, Ökologie, Kultur, Sport, Integration oder Zivil- und Katastrophenschutz leisten.

Das Engagement wird Vollzeit ausgeübt. Ab dem 27. Lebensjahr kannst du deinen Bundesfreiwilligendienst auch Teilzeit leisten.

Für deine Arbeit erhältst du ein monatliches Taschengeld. Die Kosten für Verpflegung und Unterkunft werden entweder zur Verfügung gestellt, anteilig oder vollständig bezahlt.

Der freiwillige Wehrdienst hat eine Dauer von 7 bis 23 Monate. Die Probezeit beläuft sich auf 6 Monate. Die Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandseinsätzen wird von dir ab einer Dauer von mehr als 12 Monaten erwartet.

Dir steht ein monatliches Entgelt, Sachleistungen für Unterkunft, Verpflegung und Bahnfahrten zu.

Voraussetzungen für die Teilnahme am freiwilligen Verdienst ist die Vollendung des 17. Lebensjahrs und eine erfolgreiche Musterung bei der Bundeswehr.

Beim freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) und bei freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) kannst du über einen Zeitraum von 6 bis 18 Monaten praktische Erfahrungen für das Berufsleben sammeln. Du arbeitest Vollzeit in gemeinnützigen Einrichtungen wofür du ein monatliches Taschengeld bekommst.

Gemeinwohlorientierte Einrichtungen, die ein FSJ anbieten, können in den Bereichen Sport, Kultur, Politik, Soziales und Denkmalpflege vorkommen.

In der Land- und Fortwirtschaft, in der Umweltbildung, in der Verbandsarbeit, in Umwelt-, Tier- und Naturschutzzentren oder im wissenschaftlichen Umweltschutz kannst du beispielsweise deiin FÖJ leisten.

Sowohl beim FSJ als auch beim FÖJ können dir Verpflegung und Unterkunft bereitgestellt werden.

Ein FSJ oder FÖJ kannst du leisten, wenn du deine Schulpflicht erfüllt hast und zwischen 16 und 26 Jahre alt bist.

In der Zeit deines FSJ und FÖJ wirst du durch einen Träger betreut. Informationen zu den Trägern in Sachsen-Anhalt und freien Stellen erhältst du auf folgenden Internetseiten:

Häufig hilft schon ein Praktikum, um durch praktische Erfahrungen einen Beruf zu finden, der dir liegt. Ein Praktikum kann auch nützlich sein, da du für manche Ausbildungen ein Praktikum zuvor nachweisen musst.

In der Regel wird ein Praktikum nicht bezahlt. Wenn du in einem Praktikum länger als 3 Monate arbeitest, dann steht dir der gesetzliche Mindestlohn zu.

Hier findest du Praktikumsstellen in deiner Umgebung. Oder du traust dich direkt das Unternehmen, das dich interessiert, zu kontaktieren.

Achte immer darauf, dass du während deines Praktikums über den Betrieb versichert bist!