Weiter ohne Schulabschluss

Hier erfährst du, wie du ohne Schulabschluss weitermachen kannst. Entscheidest du dich doch für einen Schulabschluss, erhöhst du damit deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder Job.

Hier kannst du dich zu den Möglichkeiten einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung informieren.

Im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) kannst du dich auf eine Ausbildung vorbereiten und deinen Schulabschluss nachholen.

Wenn du die Schule verlassen hast ...

... musst du ins Berufsvorbereitungsjahr, wenn:

  • du deine Schulpflicht noch nicht erfüllt hast

...kannst du ins Berufsvorbereitungsjahr, wenn:

  • du keinen Schulabschluss hast
  • du einen Förderschulabschluss hast
  • du keinen Ausbildungsplatz findest

Du erhältst Unterricht in allgemeinen Schulfächern wie Mathe und Deutsch und in einem von dir gewählten Berufsfeld. In Betreibspraktika sammelst du Arbeitserfahrung.

Wenn du noch keinen Schulabschluss besitzt, kannst du bei guten Leistungen an einem Kolloquium teilnehmen und deinen Hauptschulabschluss erwerben.

Die Anmeldung in einer Berufsschule musst du für das Berufsvorbereitungsjahr selbst vornehmen. Genauere Informationen und das Anmeldeformular findest du auf der Internetseite der Berufsbildenden Schulen Anhalt-Bitterfeld.

Du bekommst im Berufsvorbereitungsjahr kein Geld, kannst aber unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bei der Agentur für Arbeit beantragen.

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kannst du auch online beantragen.

Bevor du in einem Job arbeitest, ist eine Ausbildung empfehlenswert.

Falls du dennoch direkt arbeiten möchtest, findest du hier einen Job.

Häufig hilft schon ein Praktikum, um durch praktische Erfahrungen einen Beruf zu finden, der dir liegt. Ein Praktikum kann auch nützlich sein, da du für manche Ausbildungen ein Praktikum zuvor nachweisen musst.

In der Regel wird ein Praktikum nicht bezahlt. Wenn du in einem Praktikum länger als 3 Monate arbeitest, dann steht dir der gesetzliche Mindestlohn zu.

Hier findest du Praktikumsstellen in deiner Umgebung. Oder du traust dich direkt das Unternehmen, das dich interessiert, zu kontaktieren.

Achte immer darauf, dass du während deines Praktikums über den Betrieb versichert bist!

Eine andere Form des Praktikums ist die Einstiegsqualifizierung. Du leistest ein Praktikum über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten. Wenn das Unternehmen von dir überzeugt ist und du möchtest, dann kannst du im Anschluss dort deine Ausbildung beginnen.

Für die Einstiegsqualifizierung wendest du dich an deine/n Berater/in der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Dabei ist wichtig, dass du mindestens 9 Jahre die Schule besucht hast und du noch keinen Ausbildungsabschluss hast.

Die Einstiegsqualifizierung plus plus (EQ++) gibt es für Zugewanderte, die dann zusätzlich Sprachunterricht haben und z.b. finanzielle Unterstützung erhalten können.